Archive for November, 2007

Religionskrieg um Klimawissenschaft


Quelle: warwickhughes.com

Seit über 10 Jahren hat der Weltklimarat IPCC Temperaturverläufe präsentiert, welche durch rein lokale Wärme von urbanen Wärmeinseln verfälscht wurden.

Dies ist nicht eine Behauptung irgend eines Skeptikers einer globalen Erwärmung. Nein, es ist die Schlussfolgerung einer Studie von Warwick Hughes, ein freischaffender Geologe aus Australien.

Lokale Wärmeinseln

Auf der obigen Karte sind Gebiete, in denen eine signifikante Erwärmung während der vergangenen hundert Jahren zu beobachten war, mit einem grossen roten Farbtupfer gekennzeichnet. Je grösser der Farbtupfer, je stärker haben sich die bodennahen Luftschichten um die betreffende Wetterstation herum erwärmt. Die grossen Städte an der U.S. Ostküste zeigen eine deutliche Tendenz einer Erwärmung. Um Grönland herum gibt es sowohl blaue (kühlere) und rote (wärmere) Tupfer auf engem Raum. In Russland, Zentralasien und China gibt es sogar grosse Gebiete mit bis zu 4 Grad Erwärmung. Anderseits gibt es nur ganz wenige Stationen, welche die Temperatur über den Meeren messen, und kaum eine, welche sich in den heissen und kalten Wüsten dieser Erde befinden.

Wo genau wird es warm? – Auffallend viel über wachsenden Wärmeinseln. Dieser sogenannte Städteeffekt sollte bei der Berechnung von langfristigen Trends eigentlich bereits bereinigt sein . Hughes’ Studie konzentriert sich daher auf derartige Datensätze, welche nach seiner Meinung an Glaubwürdigkeit mangeln – namentlich die russischen Datensätze. Hughes ist übrigens nicht der einzige Analyst, welcher die Beteuerungen von Jones et al. und Hansen et al. in Frage stellt, wonach wachsende Wärmeinseln bereits vollständig in der globalen Temperaturentwicklung auskorrigiert wurden. Erst kürzlich wurden amerikanische Datensätze nachträglich angepasst, nur weil ein Blogger beweisen konnte, dass es Ungereimtheiten in den Temperaturmessungen gewisser U.S.-Stationen gab. Beispielsweise war die Temperatur einer bestimmten Station durch eine grosse, neu errichtete Klimaanlage, verfälscht worden. Ein entsprechendes Bild ging um die Welt mit spöttischen Kommentaren. Seit nun dieser Blogger, Steven McIntyre, herausgefunden hatte, dass 1998 nicht mehr das heisseste Jahr in den USA war, sondern 1934, bekommen die Skeptiker der globalen Erwärmung wieder Auftrieb. Sie stehen nicht mehr so isoliert als “Klimaleugner” da. Obschon GISS NASA boss James E. Hansen, welcher doch sehr politisch geworden ist als Wissenschaftler, immer noch wie ein brüllender Löwe über solche “Leugner” herfährt, dürften Letztere gute Gesellschaft bekommen. Denn mehr und mehr Wissenschaftler springen auf den Zug der Klimaskeptiker auf.

Wie steht es übrigens mit den chinesischen Daten? Auch hier zweifelt McIntyre zusammen mit anderen Wissenschaftlern an der Glaubwürdigkeit dieser aufgeheizten roten Flecken in China. Er hat sich bereits tief ins Zeug gelegt. Douglas J. Keenan, ein anderer mathematischer Analyst hat unterdessen einen Bericht unter dem Titel Wey-Chyung Wang fabricated some scientific claims. veröffentlicht. Es geht wiederum um diese wachsenden, lokalen Wärmeinseln. Und schauen Sie mal hier!! Er hat mit Hughes und McIntyre zusammengespannt, um die im IPCC Fourth Assessment Report (AR4) zusammengefassten Daten in Frage zu stellen.

Nun – was soll diese Erbsenzählerei - werden sich manche fragen. Sie mögen aber Folgendes bedenken. Es könnte sich vielleicht allmählich herausstellen, dass wir unseren Einfluss auf unser Klima dermassen überschätzen, dass all die Anstrengungen, die weltweite Durchschnittstemperatur zu drosseln, vergeblich sein könnten. Na und? All dieser CO2-Zertifikate-Handel, CO2-Steuern und neu erschlossene, erneuerbare Energien, usw., sind do so oder so gut für unsere Umwelt, oder?

Als ich persönlich bin immer noch der Meinung, dass einzig die Wahrheit uns frei machen will, die richtigen Schritte zu wählen. Es kann nicht sein, dass eine weltweite Krise heraufbeschwört wird, nur um einen Systemwechsel zu erzwingen. Konzentrieren wir uns auf neue Energiequellen und, steigern die Energieeffizienz und gehen auch privat haushälterisch mit Energie um,  kein Problem!

All diese vernünftigen Massnahmen und persönlichen Einstellungen rund um den Umweltschutz, die auch ohne UNO funktionieren, werden auch dann noch Gültigkeit haben, wenn die Erde sich plötzlich wieder abkühlen sollte. Dies würde mich übrigens gar nicht überraschen…

Posted on November 12th, 2007 by Climate Patrol  |  No Comments »