Bali – das Klima hinter den Kulissen
Der Einfluss der Sonne gegenüber dem menschlichen CO2-Fingerabdruck
In der angelsächsischen Welt ist die ‘Royal Meteorological Society’ etwas kontroverser wenn es um die Einflüsse des Klimawandels geht als die Schwesterorganisation ‘Met Office Hadley Centre’ von Grossbrittannien. Diese Forschungsanstalt für Meteorologie und Klimatologie akzeptierten diesen Monat ein Forschungspapier unter dem Titel: ‘A comparison of tropical temperature trends with model predicitons’ (Ein Vergleich tropischer Temperaturverlaufe mit dem was Modelle voraussagen). Dies obwohl das ‘Abstract’ die Unterschriften von berühmten Skeptikern einer von Menschen verursachten Klimaerwärmung trug: David H. Douglass, John R. Christy, Benjamin D. Pearson und natürlich Dr. Fred Singer!
Der Einführungstext ist alles andere als diplomatisch formuliert. Zitat (von mir ins Deutsche übersetzt):
Wir untersuchen Temperaturtrends der Troposphäre von 67 Durchgängen aus 22 ‘Klima des 20ten Jahrhunderts’ Modell Simulationen und versuchen, diese mit den besten verfügbaren aktualisierten Beobachtungen (in den Tropen während der Satelitenaera) in Übereinstimmung zu bringen. Die Resultate der Modellvorhersagen und die der beobachteten Temperaturverläufe stehen in den meisten Schichten der Troposphäre im Widerspruch zueinander, ja sie weichen sogar um mehr als das Doppelte des ausgewiesenen Konfidenzintervalles vom Mittelwert des Modelles ab.Bis auf eine Höhe von 5 km ist der modellierte Trend um 100 bis 300% höher als der beobachtete Wert, und, In Luftschichten über 8 km stehen vorhergesagte und beobachtete Werte sogar unter umgekehrten Vorzeichen. Diese Schlussfolgerungen stehen in schafem Kontrast zu jenen von kürzlichen Publikationen, die auf im Wesentlichen derselben Daten basieren.
Singer sagte sogar in einer Medienmitteilung von ‘Science & Environmental Policy’ vom 10. Dezember 2007:
Klimawandel hat natürliche Ursachen und zeigt keinen menschlichen Einfluss.
Dies ist an sich nichts Neues in den Reihen der Skeptiker, die teilweise daran festhalten, dass die Temperaturen, welche durch bodennahe Messungen ermittelt wurden, zum grössten Teil zwischen 1978 und 1998 in die Höhe geschnellt sind, dies zu einer Zeit, wenn die Verstädterung zunahm und gleichzeitig die Sonnenaktivität hoch war. Generell zeigen Messungen von Ballonen und Sateliten eine verminderte Erwärmung mit zunehmender Höhe, im Gegensatz zu dem was in ihren Augen die Modelle vorhersagen. Sollte dies irgend jemand der 10′000 Teilnehmer der diesjährigen Klimakonferenz beschäftigt haben? Wohl kaum, denn “the science was settled” (die Wissenschaft darüber ist geklärt) im Verständnis all jener, die sich die Zeit und Energie nahmen, nach Bali zu reisen.
Doch Moment – es gab da eine kleine Gruppe von berüchtigten Skeptikern, die sich bemühten, nach Bali zu reisen. Einige von ihnen schlossen sich zusammen im Namen der International Climate Science Coalition (ICSC). Einem von Ihnen, Dr. David Evans, gelang es während der Konferenz, wissenschaftliche Vorträge vor Delegierten und Journalisten zu halten, indem sie die letzten von jenen wissenschaftlich begutachteten Studien, welche die Klimaberichte der Uno gemäss dem U.S. Senate Committee on Environment and Public Works widerlegen, ins Feld führten.
Eines der vernachlässigten Themen während der Konferenz war etwa die Tatsache, dass das wissenschaftliche Verständnis gemäss dem AP4-Klimabericht des Weltklimarates IPCC 2007 immer noch klein ist, wenn es um die Frage des Einflusses der Sonnenaktivität als beteiligter Antrieb für die Klimaerwärmung geht. Ist die Sonne der vernachlässigte Faktor in der Klimawissenschaft? Nun, bevor Sie dies als eine Irreführung betrachten, sollten Sie diese neue wissenschaftliche Studie mit dem Titel ‘Phenomenological reconstructions of the solar signature in the Northern Hemisphere surface temperature records since 1600’ by N. Scafetta and B. J. West, zu Gemüte führen. Dieses Papier wurde durch den Blog www.jennifermarohasy.com/blog/ öffentlich zugänglich gemacht und kann here heruntergeladen werden.
Unter demselben Blog findet man ein anderes Papier über sozio-ökonomische Einflüsse auf das regionale Klima, welche global gesehen als ‘Verunreinigung’ der langjährigenTemperaturverläufe in Agglomerationsgebieten um Wetterstationen herum gesehen werden. Also die besagten Studien wurden teilweise während der Bali-Konferenz präsentiert.
Das war des Guten zuviel für die Koordinatorin Barbara Black. Bryan Leyland von der ICSC beschreibt here wie das ganze Team schliesslich von der Konferenz und den Workshop ausgeschlossen wurde.
Wenn immer Thesen wie ’Der Einfluss der Sonne wird bei der Temperaturerhöhung der letzten Jahrzehnte unterschätzt’ oder ’CO2-Handel verfehlt jegliche Wirkung’ während einer solchen Veranstaltung vorgebracht werden, halten die Leute lieber die Ohren zu. Vielleicht sollten sie aber zumindest zuhören. Immerhin werden viele der Skeptiker für ihre Arbeit nicht bezahlt, schon gar nicht durch die Ölindustrie. Sie werden viel mehr von einer starken Überzeugung getrieben, dass der Uno-Prozess über den Klimawandel vom Grunde auf korrigiert, reduziert oder sogar gestoppt werden sollte.
