Der Januar-2008-Schnee in der NH schlägt Rekorde!
(oben: Saisonale Ausdehnung der Schneebedeckung auf der nördlichen Hemisphäre in Mio. km2)
Der Januar 2008 war ein Monat, der so gar nicht in das Bild des allgemeinen Alarmismus der globalen Erwärmung passt. Nun, es gibt Ausnahmen, wie etwa gewisse chinesische Meteorologen, welche die globale Erwärmung für den dort strengsten Winter seit 100 Jahren verantwortlich machen. Was wie ein schlechter Scherz tönt, passt wiederum ins Bild es AGW-Alarmismus.
Ein ehemaliger Fernsehmeteorologe, Joe Bastardi, bezeichnet den vergangenen Januar als ‘kälter als ein mittlerer Januar des 20. Jahrhunderts’. Er hat eine sehr anschauliche Darstellung der Ausdehnung der Schneebedeckung der gesamten nördlichen Hemisphäre in seinem Blog. ICECAP (International Climate and Environmental Change Assessment Project) hat ebenfalls über dieselbe Anomalie die Vergleichsgraphik des Rutgers Global Snow Lab veröffentlicht. Die verschiedenen Darstellungen verdeutlichen, dass der Januar 2008 die grösste Schneebedeckung in der gesamten nördlichen Hemisphäre der gesamten Messperiode 1966-2008 aufwies, mit insgesamt 50.13 Millionen Quadratkilometern zusammenhängenden Schneefeldern, und schlägt damit den bisherigen Rekord für einen Januar im 1984. Das ist nur eine Spur weniger als der absolute Rekord für einen Winter gemäss Satelitenbeobachtungen, im Februar 1978. Die obige, eigens erstellte Grafik der saisonalen Schwankungen der Schneebedeckung zeigt absolut keinen langfristigen Trend für die nördliche Hemisphäre. Die Erwärmung der vergangenen Jahrzehnte hat allerdings Spuren durch vermehrtes sommerliches Abschmelzen hinterlassen, eine Parallele auch zum Rückzug des arktischen Meereises. Gibt es auch Anzeichen für eine Trendwende beim Polareis? Die Rekordschmelze des letzten Sommers wurde diesen Winter jedenfalls komplett durch Rückgefrierung kompensiert. Tatsache ist, dass die Ausdehnung des Meereises im Januar 2008 nur geringfühgig unter dem Median von 1971-2000 für diesen Wintermonat liegt, und dies nach der Rekordschrumpfung im vergangenen September. Quelle: NSIDC
Schauen wir in diesem Zusammenhang auch auf die neue Globaltemperatur für den Januar 2008 gemäss Wetterstationen und Meeresoberflächenmessungen gemäss NCDC-NOAA-Netzwerk. Wir liegen nur noch 0.17°C über dem Mittelwert von 1951-1980. Dies ist der kälteste Januar seit 1989. Nach monatlichen Anomalien verglichen ist dies überhaupt der kälteste Monat seit November 2000.

Datenquelle: NCDC NOAA Chart: Climatepatrol
Die Frage bleibt ob dies nur dem kalten Mädchen ‘La Nina’ zuzuschreiben ist, oder ob es sich um eine Trendwende in der globalen Erwärmungskurve handelt. Warten wir’s ab. Die Sonne sollte allerdings bald aktiver werden…
