http://www.fao.org/rice2004/en/photog.htm
“Die Zeit wird kommen da Menschen rund um die Welt, besonders in asiatischen Ländern, an einem Mangel an Reis leiden werden, sofern wir dieser Gefahr nicht sofort entgegenwirken.”, sagte Dr. Ronald Cantrell, seinerzeit Generaldirketor vom ’International Rice Research Institute’ (IRRI) während der Feierlichkeiten zum ‘Internationalen Jahr des Reises’ auf dem Campus des IRRI, University of the Philippines (U.P.), in Los Baños, Laguna, im November 2004. Nur drei Jahre später ist seine Vorhersage in Erfüllung gegangen…
***AKTUALISIERUNG 23. APRIL 2008***: IST BIOSPRIT VERANTWORTLICH FÜR DIE LEBENSMITTELKRISE?
Der weltweite Mangel an Reis treibt die Preise in die Höhe, berichtete die asiatische The Strait Times und zitierte dabei einen Reisexporteur: ‘In meinen ganzen 25 Jahren im Handel habe ich noch nie eine so schlechte Situation erlebt.’ Während die Reispreise in ganz Südasien klettern, bleiben etwa Bauern und Müller in Thailand auf ihren Reisvorräten sitzen in Erwartung von weiter steigenden Preisen. Dies sagte ein anderer Spitzenexporteur aus Bangkok, der nicht namentlich erwähnt werden will. Auch in Bangladesh und China besteht zur Zeit beim Reis eine Versorgungslücke wie es in anderen Ländern bereits der Fall ist. Gleichzeitig besteht ein Mangel an Weizen in Afghanistan. In gewissen lokalen Märkten in Pakistan explodierte der Reispreis letzten Monat um 60% gegenüber dem Vorjahresmonat. Indien trug vor Kurzem dadurch zu den steigenden Weltmarktpreisen bei, indem das Land einen Exportstop auf Reis verhängte, welches nur zwecks einigen Lieferungen nach Madagascar, Mauritius, die Komoren und das durch einen Zyklon stark getroffene Bangladesh gelockert wurde. Auch China hat seine Exporte zur Sicherung der Inlandnachfrage eingestellt.
Von Kansas bis Kabul sorgen sich Beamte und Ökonomen um die hohen Reis- und Weizenpreise, welche die Konsumenten, und ganz besonders Zehntausende von armen Menschen, zum Teil härter denn je zu treffen beginnen. Auch in Singapur gehen die Preise nach oben, obschon die Reisimporteure und Supermärkte keine Probleme haben, sich mit diesem Grundnahrungsmittel einzudecken.
Independent Bangladesh, Feb 21, 2008: Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Das internationale Reisforschungsinstitut IRRI hat im November 2005 die Hoffnung auf eine Normalisierung dank Freigabe von gentechnisch verändertem Reis angekündigt. Seither sind zwei Jahre vergangen bis die philippinische Nachrichtenagentur am 17. Januar 2008 die Freigabe des ’Blessings Phyto Nutrients Flüssigdünger bekanntgab, welches den Reisanbauern des Landes helfen soll, den höchsten Ernteertrag als Teil eines Konzeptes eines nachhaltigen Landwirtschaftsplanungssystems (Sustainable Farm Management System) zu erzielen. Nach erfolgreichen Feldtests in Louisiana, die die Stabilität des Ergebnisses betrafen, wird im Moment auf den Philippinen (IRRI), in Indien, Indonesien und China Vitamin-A-reicher Gentech-Reis, sogenannter “Goldener Reis” in lokale Arten eingekreuzt und es werden die zur Zulassung als Kulturpflanze notwendigen Tests durchgeführt. Wenn es um transgenen Reis geht, besteht das Problem gemäss Checkbiotech.org (BASEL, SWITZERLAND) darin, dass etwa China seine eigene Reisforschung und Produktion streng überwacht. Es gibt dort kein solcher Samen, der bisher für den Markt freigegeben wurde. Jedoch soll gemäss Greenpeace ein Schwarzmarkt in diesem bevölkerungsreichsten Land bestehen.
Es ist allgemein bekannt dass Greenpeace eine führende Rolle im Kampf gegen erhöhte Mais- und Reisproduktion mittels Gentechnik führt. So haben im Jahre 2003 Greenpeace-Aktivisten das Schild der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf mit dem neuen Logo “World Transgenic Order” versehen, und damit ihre Missgunst gegenüber der WTO zum Ausdruck gebracht, insbesondere für die Propagierung von Geschäftsinteressen der GE-Industrie. GP bezeichnet GE-Nahrungsmittel als ‘nicht nachhaltig’. Ohne ein abschliessendes Urteil zur GE-Debatte abzugeben, kann das Wort ‘Nachhaltigkeit’ an sich als kontrovers bezeichnet werden. Die Frage ist wer oder welche Weltmacht die zukünftigen Risiken von Sterblichkeiten gegen das Risiko neuer Produktionsmethoden abwägen wird.
Was die Nahrungsmittelknappheit noch verschärft ist die Tatsache dass die Propaganda im Zusammenhang mit der globalen Erwärmung Szenarien enthält, die Evakuationspläne von ganzen Küstenstrichen beinhalten. Die Gefahr eines massiven Anstiegs des Meeresspiegels im Falle eines schnelleren Abschmelzens der Gletscher, insbesondere einer Destabilisierung des westantarktischen Eisschildes und eines schnellen Abschmelzens von Teilen des Grönlandeises. Greenpeace steht natürlich nicht alleine beim Warnen asiatischer Länder vor dieser globalen Bedrohung. Die Weltbank (WB) ist mit ihrem eigenen Szenario aufgetreten, mit einem Anstieg des Meeresspiegels in Vietnam von 1 Meter. Ministry of Agriculture and Rural Development (MARD) in Vietnam hat einen Steuerungsausschuss damit beauftragt, sich mit klimabedingten Fragen auseinander zu setzen. Es dürfte klar sein, dass alleine die präventiven Massnahmen des United Nations Development Program (UNDP) eine Unmenge Geld verschluckt. Vietnamnet berichtete.
Ein anderer preistreibender Faktor ist die Konkurrenz von Land- und Wasserressourcen, die für lukrativere Erzeugnisse umgenutzt werden, wie z.B. Sojabohnen, Palmöl oder Mais für Biosprit, dies wiederum aufgrund der AGW-Propaganda. Dazu ein Beispiel: Virgin Unite testet momentan Gelegenheiten zur Mikroproduktion von Bio-Fuel in Dörfern und Stadtteilen in Südafrika. ‘Richard Branson’s Virgin Atlantic fliegt jetzt mit Jumbo-Jets, welche mit Tropenöl angetrieben werden. So in etwa lautete die Pressemitteilung vom 24. Februar. Adieu Grundnahrungsmittel! Wie steht es mit dem Regenwald? Der muss wohl auch noch als Kompensation für verlorene Anbauflächen in anderen Teilen der Welt herhalten. Oder ist etwa in einer globalisierten Welt nicht alles mit allem verbunden? All diese Entwicklungen tragen in zunehmendem Masse zur bereits kritischen Versorgungslage beim Reis - zu erschwinglichen Preisen - bei. Ist doch der Reis eine Lebensgrundlage für etwa 3 Milliarden Menschen weltweit.




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