Als Beispiel sagte er, dass es 250 Kilo Mais bedarf, um eine Tankfüllung Ethanol zu produzieren. Eine solche Menge Mais könnte ein Kind in Sambia oder Mexiko während eines jahres ernähren, sagte er.
Benjamin Chang, ein Sprecher der U.S. Mission der Vereinten Nationen, erwähnte dass die Bush Administration Biosprit nicht als eine Bedrohung für die Armen betrachtete.
”Es ist klar dass wir eine Verpflichtung zur Entwicklung von Bio-Kraftstoffen haben,” sagte Bush damals. ”Es ist genauso klar, dass wir uns verpflichtet haben, als führender wirtschaftlicher Entwicklungshelfer weltweit Armut zu bekämpfen.”
Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Nun, es wäre unfair, alleine der Bush-Administration die Schuld in die vielen Schuhe zu schieben. Stand sie doch unter enormem Druck, endlich etwas zur Errettung des Planeten Erde vor den Folgen der globalen Erwärmung zu tun, nachdem die USA ja das Kyoto Protokoll nicht unterzeichnet hatten. Der internationale Druck zu sogenannt “karbonneutralen” Alternativen zur Verbrennung von fossilen Energieträgern war immens.
Biosprit-Programme und Rohstoffspekulationen beeinträchtigen die Versorgung von Grundnahrungsmittel weltweit
Ein paar Monate später, letzten Februar, wurde die weltweite Lebensmittelknappheit offensichtlich, als die asiatische Zeitung “The Stright Times” über eine drohende, weltweite Reisknappheit berichtete. (siehe vorangehenden Beitrag). Zu jener Zeit scheinte Biosprit noch nicht das Thema zu sein, sondern führende Medien machten die globale Erwärmung mit seinen Dürren und auch Misswirtschaft oder künstliche Knappheit durch Hortungskäufe der Händler in verschiedenen Ländern - meist zu Recht - mit verantwortlich.
Nochmals zwei Monate später sehen wir jetzt das ganze Bild klarer: Die prestigeträchtigen, subventionierten Biosprit-Programme, aus den landwirtschaftlichen Erzeugnissen Weizen, Mais und Sojabohnen in den USA, Brasilien und der Europäischen Union haben sich als wesentliche zusätzliche Preistreiber für Grundnahrungsmittel erwiesen. Der folgende Artikel beschreibt (auf Englisch), wie ein ganz kleiner, freier Teil des Weltmarktes von Spekulanten und Regierungen ausgenutzt wurde, um aus der sich abzeichnenden Knappheit Profit zu ziehen. Zu einer Zeit, als in Folge von Missernten und Krisen etwa in Australien, Vietnam und Afrika, sowie durch die neue Mittelschicht in China und Indien die Nachfrage nach amerikanischem Weizen stark anstieg, führte die subventionierte Zuteilung von Biosprit-Zonen zu einem weiteren Preisschub, der inzwischen auf 20-30% der Weltmarktpreise geschätzt wird. Die Verbrennung eines stark zunehmenden Anteils von Weizen und Mais als Bio-Kraftstoffe, etwa Bio-Ethanol, brachte das Fass endgültig zum Überlaufen. Read this excellent arcticle by the economist here.




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