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Gisstemp versus UAH – 87,5% mehr Erwärmung nach 30 Jahren

temperatur 1979-2008 Giss-NCDC-HadCrut3-RSS-UAH

Die Globaltemparatur 1979-2008, das ist ein Jubiläum: 30 Jahre Aufzeichnungen von Temperaturen der Atmosphäre via Satelliten. Seitdem die World Meteorological Organization “Klima” als “das durchschnittliche Wetter während einer Periode von 30 Jahren” definiert, haben wir nun erstmals eine Berichterstattung über einen kompletten Klima-Zeitraum, was die Satellitenmessung von oberflächennahen Temperaturen betrifft. Dies ist besonders interessant, weil Aufzeichnungen von Oberflächen-Thermometern immer wieder in der Kritik stehen, dem Wärmeinsel-Effekt einer wachsenden Bevölkerung rund um die Wetterstation nicht richtig Rechnung zu tragen.

Werfen wir einen Blick auf die obige Abbildung. Auf den ersten Blick, folgen die fünf Datensätze mehr oder weniger dem gleichen Trend. Doch was passiert, wenn wir die Basis jeder der fünf Temperaturreihen auf “1979 = 0″ stellen:
30-year Global Temperature; + 0,28C or +0,52C?

Die Temperaturreihe der MSU-Satelliten der Universität von Alabama endet 2008 mit einer Jahrestemperatur, die +0,28°C über 1979 zu stehen kommt. Der weltumspannende Land-Ozean-Index von Giss Nasa stieg aber in derselben Zeit um +0,52°C. Dies bedeutet in der Tat 85,7% mehr Erwärmung bei Giss im Vergleich zu UAH-MSU nach 30 Jahren Satellitenmessungen der Temperatur der unteren Troposphäre. Die langfristige Trendlinie zeigt eine Steigung von +0,127°C resp. +0,162°C pro Dekade. Dies ergibt noch +27,6% mehr Erwärmung bei Giss Nasa gegenüber UAH. Es fällt also auf, dass der Unterschied der Langfrist-Trends (+27,6%) , welche sich nach der vollständigen Glättung von kurzfristigen Schwankungen ergeben, so sehr hinter der Differenz am Schlussjahr 2008 (+85,7% seit 1979) hinten nachhinkt. Dies ist teilweise auf den Super-El Nino 1997-1998 zurückzuführen, welcher die Satelliten-Temperaturen (UAH and RSS) entgegen dem Trend so bedeutend über die Oberflächentemperaturen schiessen liess und damit deren relative Kühlung zum Teil wettmachte. Zudem gibt es da noch “böse Zungen”, die behaupten, dass die Giss-Nasa-Temperatur handkorrigiert wurde. Tatsächlich stellt sich die Frage, warum diese von den Katastrophen-Alarmisten am häufigsten genannte Temperaturreihe in den frühen achtziger Jahren so kräftig anstieg, ( was eben die Satelliten nicht bestätigten), und warum Giss in den letzten Jahren noch auf eine leichte Erwärmung kam, während andere Messungen gleichzeitig eine leichte Abkühlung anzeigten, wodurch die Schere noch mehr aufging.

Die stärkere Erwärmung der Erdoberfläche gegenüber der Troposphäre ist besonders beunruhigend, denn

Klima-Modelle gehen davon aus, dass wenn sich die Oberfläche erwärmt, dies auch die Troposphäre tun sollte. Global gesehen sollte sich die Troposphäre (gemäss Satelliten) etwa 1,2 mal mehr als die Oberfläche erwärmen, wenn es nach den Klimamodellen geht. In den Tropen müsste die Troposphäre sogar 1,5 mal so schnell warm werden wie der Boden.

Quelle: The Air Vent.

Das Gegenteil von dem, was die Klimamodelle voraussagen, ist der Fall. Da nützt es nichts, wenn Giss bei der Temperatur noch etwas nachhilft (Oktober +0,73, dann +0,55, dann wieder +0,58). Gut dass es zwischen den mehr oder weniger unterschiedlichen Datensätzen und Netzwerken einen Wettbewerb gibt. Nasa-Boss und Klimatrompeter James Hansen führt den Temperaturindex mit der größten Erwärmung während Klima-Skeptiker Roy Spencer dem Satellitennetz mit dem Resultat der geringsten Erwärmung vorsteht. Kann dies Zufall sein?

Posted on February 1st, 2009 by Climate Patrol  |  No Comments »