Globale Erwärmung? Die Rechnung geht nicht auf!

May 11, 2010
Die folgende Auslegeordnung über den Stand der Klimaforschung stammt von einer Forschungsmitarbeiterin der Universität Colorado, Stand Mai 2007. Das CIRES-Forschungsteam von Dr. Roger Pielke Sr. ist auf gutem Wege, wie neuste Forschungsergebnisse bestätigen. Das IPCC hingegen befindet sich zusehends auf dem Holzweg.
  • Die Zunahme der globalen Wärmeenergie der Ozeane bedeutet, dass sich die Erde erwärmt.
  • Die Wärmespeicherung im Ozean mässigt die Temperatur der Atmosphäre. Dies erklärt zumindest teilweise, warum sich die Atmosphäre nicht so schnell wie erwartet erwärmt hat.
  • Die Veränderung der Wärmeenergie der Ozeane (ocean heat content OHC) sagt nichts  über die Klimasensitivität oder die Gültigkeit von Klimamodellen aus.
  • Die Veränderung des OHC ist allerdings ein Spiegel für das Strahlungsungleichgewicht am Dach der Atmosphäre (top-of-atmosphere TOA).
  • Messungen des OHC werden von Verzerrungseffekten geplagt, welche es zur Zeit verunmöglichen, diese Messgrösse zur genauen Quantifizierung des Strahlungsungleichgewichts herbeizuziehen.
  • Die Meerersoberflächentemperatur (sea surface temp. SST) hat im früheren 20. Jahrhundert gut mit der Solarstrahlung korreliert. Die Korrelation verschlechterte sich bedeutend seit den siebziger Jahren, womöglich infolge von Korrekturen in den SST-Datensätzen, infolge der Überhandnahme der Treibhausgase als Klimatreiber, oder auch aus anderen Gründen.
  • SST-Anomalien korrelieren gut mit den Temperaturanomalien in der Troposphäre. Allerdings korreliert keine von beiden so richtig mit den OHC-Anomalien. Diese Tatsache lässt auf sehr komplexe Prozesse schliessen, die bei der Wärmeübertragung von der Atmosphäre in die Ozeane hinein mitspielen.
  • Trotz Unsicherheiten bei den Messungen des OHC lassen sich klar Muster in der Variabilität dieser Wärmeenergie erkennen, wenn auch inzwischen deren Grössenordnungen in Frage gestellt sind.
  • Diese Muster in der Variabilität des OHC in den oberen Ozeanschichten, welche auf einer Serie von verschiedenen Zeitachsen beruhen, geben Einsicht in einen möglichen Mechanismus, der die globale Wärme reguliert.
  • Der Pazifik und der Indische Ozean sind Hauptakteure in dieser quasi dekadischen Variabilität.  Aufnahme und Export von Ozeanwärme werden offenbar durch Phasen der pazifisch-dekadischen Oszillation (PDO) mitbestimmt, wobei die Ozeane vor allem während den sogeannt kühlen Phasen Wärmeenergie aufnehmen und dieselbe vor allem während den warmen Phasen der PDO Wärme abgeben. Die Kuroshio-Strömung ist gewissermassen die Kanalisation für einen Teil der aufgenommenen Ozeanwärme. Die Wärmeabgabe an die Atmosphäre nimmt mit steigendem Wärmegehalt der Ozeane zu.  Messungen lassen darauf schliessen, dass ein Verlust von Ozeanwärme mit der Wärmeabstrahlung am TOA korrelieren.
  • Insgesamt besteht ein klarer Zusammenhang zwischen der Variabilität der Solarstrahlung und einer Serie von damit verbundenen Veränderungen, welche zusammen die Wärmeaufnahme, die Wärmeumverteilung und die Wärmeabgabe der Ozeane orchestrieren.  Erhöhte Solarstrahlung korreliert ganz gut mit einer Serie von Prozessen, welche die Ozeane erwärmen. Eine abnehmende Leistung der Sonne korreliert mit jenen Prozessen, welche den Ozeanen Wärme entziehen.

Marcia Wyatt, CIRES, University of Colorado, May 2007 cires.colorado.edu/science/groups/pielke/classes/atoc7500/Wyatt-Final-revised

Inzwischen hat neue Forschung das milliardenschwere Kartenhaus des IPCC zusätzlich ins Wanken gebracht.

Die Zunahme der globalen Wärmeenergie der Ozeane bedeutet dass sich die Erde erwärmt. In diesem Moment ist genau das Gegenteil der Fall. Der Globus kühlt ab, Der Ozean gibt Wärme ab, welche ins All zurückgestrahlt wird. Soweit wurde kein versteckter Zwischenspeicher im Wärmehaushalt gefunden. (wattsupwiththat.com/2010/05/07/the-decrease-in-upper-ocean-heat-content-from-march-to-april-was-1c-largest-since-1979)

Die Wärmespeicherung im Ozean mässigt die Temperatur der Atmosphäre. Dies erklärt zumindest teilweise, warum sich die Atmosphäre nicht so schnell wie erwartet erwärmt hat. Wenn die Meere vermehrt Wärme abgeben, verursacht diese mehr Gewitter über den tropischen Meeren, welche allmählich die Meeresoberfläche wieder abkühlen. Erinnern wir uns auch an das Jahr 2007, als eine Menge Ozeanwärme in die Arktis verfrachtet wurde, wo diese in der Rekorschmelze von Meereseis aufgebraucht wurde. Auch das zusätzliche, offene Meer konnte eine Menge Wärme an die arktische Atmosphäre abgeben.

Die Veränderung der Wärmeenergie der Ozeane (ocean heat content OHC) sagt nichts  über die Klimasensitivität oder die Gültigkeit von Klimamodellen aus. Ein Teil der Wärme wird bereits kurzfristig durch Wettermuster verschoben, ein anderer Teil geht bei jedem El Nino verloren und wird beim nächsten La Nina wieder gespeichert, und schliesslich wird ein Teil längerfristig verschoben, beispielsweise in höhere Breitengrade oder in die Tiefen der Ozeane.

Die Veränderung des OHC ist allerdings ein Spiegel für das Strahlungsungleichgewicht am Dach der Atmosphäre (top-of-atmosphere TOA). (Ellis et al. 1978) Dies ist eigentlich eine zusätzliche Bestätigung dafür, dass sich der Globus zur Zeit abkühlt. Der grösste Teil der tropischen Ozeane verlieren zur Zeit Wärme wie dies kaum zuvor gemessen wurde. (average temperature in the upper 300 meters deg C 130E-80W).  Dr. Pielke Sr. sagt dazu: “Die Wärme könnte zwar tiefer in die Ozeane hinein verfrachtet worden sein. Wäre dies der Fall, dann müsste allerdings ihre Verfrachtung in tiefere Gewässer beobachtet worden sein. Es gibt aber zur Zeit kein Hinweis für eine solch starke, vertikale Wärmeverschiebung.” Fairerweise müssen wir feststellen, dass das arktische Meer wieder einmal stark schmilzt. Das Meereis ist dort unter die Ausdehnungen von 2008 und 2009 zurückgegangen (http://www.ijis.iarc.uaf.edu/en/home/seaice_extent.htm), wie ein Kommentator bei wattsupwiththat bemerkte. Es gibt bei Anthony Watts auch eine Diskussion wonach die La Nina sich früher als erwartet  zurückmelden dürfte.

Messungen des OHC werden von Verzerrungseffekten geplagt, welche es zur Zeit verunmöglichen, diese Messgrösse zur genauen Quantifizierung des Strahlungsungleichgewichts herbeizuziehen. Allerdings haben die letzten Korrekturen beim National Oceanographic Data Center (NODC) bestätigt, dass der gesamte Körper der Weltmeere zur Zeit Wärme verliert. Siehe bobtisdale.

Trotz Unsicherheiten bei den Messungen des OHC lassen sich klar Muster in der Variabilität dieser Wärmeenergie erkennen, wenn auch inzwischen deren Grössenordnungen in Frage gestellt sind. Das IPCC hat sehr wenig als sogenannte “innere Variabilität” des Weltklimas der Mutter Erde zugeordnet. Gemäss den neusten Entdeckungen kann aber der grösste Teil der Erwärmung (zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts) nicht mehr ohne Weiteres den Treibhausgasen zugeschrieben werden, wenn es nach Roger Pielke Sr, CIRES, University of Colorado, dem Forschungsleiter von Marcia Wyatt geht. Sie wusste bereits im Jahre 2007 (siehe obige Zusammenfassung), dass insgesamt ein klarer Zusammenhang zwischen der Variabilität der Solarstrahlung und einer Serie von damit verbundenen Veränderungen besteht, welche zusammen die Wärmeaufnahme, die Wärmeumverteilung und die Wärmeabgabe der Ozeane orchestrieren. Das bedeutet etwa, dass der Wärmeverlust des gegenwärtigen El Nino-Phänomens früher oder später ins All zurückgestrahlt wird. Der skeptische Klimawissenschaftler, Dr. Roy Spencer geht sogar soweit, dass am Schluss nur noch 0.5°C einer möglichen Temperaturerhöhung das Resultat einer CO2-Verdopplung sein kann. Das IPCC kommt bekanntlich auf 2 bis 4,5°C. Im Weiteren dürfte Spencer heute noch mit Marcias Schlussfolgerung übereinstimmen, dass nämlich erhöhte Solarstrahlung ganz gut mit einer Serie von Prozessen korreliert, welche die Ozeane erwärmen, und eine abnehmende Leistung der Sonne mit jenen Prozessen korreliert, welche den Ozeanen Wärme entziehen. Der kühlende Einfluss der gegenwärtig  lahmen Sonne scheint sich jetzt vermehrt mit kalten Überraschungen auf das Klimasystem auszuwirken, welche nirgends in die Klimamodelle hineingetippt wurden.

Werden wir uns bald etwas Klimaerwärmung herbeiwünschen?

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