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Mehr CO2 – mehr Wasser – die Vegetation boomt weltweit!

Lawrence Solomon, Autor des Buches “The Denialists”, ist ein Name der von Klimaalarmisten nicht gerne gesehen wird. Kein Wunder erntete jener Artikel in “The Financial Post” Kritik. Ich wollte auf den Grund von Salomon’s “Praise of CO2″ und die prosperierende Biosphäre (gemessen als Net Primary Production NPP) gehen und – siehe da – ein weiterer Name kam zum Vorschein, diesmal zum Erstaunen der Klimaskeptiker: Charles D. Keeling!

Solomon hat nämlich einen grossen Teil seiner im Artikel verwendeten Information einer Veröffentlichung im “Science”-Magazin, Volume 300, vom 6. Juni 2003, entnommen: Climate-Driven Increases in Global Terrestrial Net Primary Production [NPP] from 1982 to 1999 (Ramakrishna R. Nemani, Charles D. Keeling, Hirofumi Hashimoto, William M. Jolly, Stephen C. Piper, Compton J. Tucker, Ranga B. Myneni, Steven W. Running)
Um was geht es? Ist die global boomende Biosphäre tatsächlich der CO2-Düngung zu verdanken? Folgendes steht in der Zusammenfassung des Papers::

Die vergangenen Klimaänderungen haben das Pflanzenwachstum in den nördlichen Breitengraden (mid-latitudes and high latitudes) begünstigt. Es gab bisher jedoch keine umfassende Analyse über den Einfluss globaler Klimaänderungen auf die Produktivität der Vegetation im Zusammenhang mit schwankenden Faktoren, die negativ auf das Pflanzenwachstum einwirken. Wir präsentieren hiermit eine weltweite Untersuchung von Reaktionen der Vegetation auf Klimaänderungen, indem wir 18 Jahre (1982 bis 1999) Klimadaten und Satelitenbeobachtungen über die Aktivitäten der Vegetation analysieren. Unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass die globalen Klimaänderungen einiges an für das Pflanzenwachstum kritische klimatische Einwirkungen gemildert haben. Somit konnte die Primärproduktion global um 6% (3.4 Petagramm Karbon während 18 Jahren) gesteigert werden. Der grösste Gewinn war in tropischen Ökosystemen zu verzeichnen. Der Amazonas trug 42% des globalen Wachstums der Primärproduktion bei, was hauptsächlich der abgenommenen Wolkenbedeckung und der daraus resultierenden stärkeren Sonneneinstrahlung zuzuschreiben ist.

Das ist ja ganz interessant! Fangen wir mal an bei der Tatsache “…dass die globalen Klimaänderungen einiges an für das Pflanzenwachstum kritische klimatische Einwirkungen gemildert haben.” Verschiedene Studien vor dem IPCC TAR Report hatten sowohl auf positive als auch negative Einwirkungen von vorhergesagten Klimaszenarien, insbesondere den Düngeeffekt des CO2 auf verschiedene Getreidearten, hingewiesen. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass sowohl Klimamodelle als auch Beobachtungen in der folgenden Formel übereinstimmen.

Warme Luft enthält mehr Wasser. Satellitenbeobachtungen und Klimamodelle stimmen überein, dass jede weltweite Temperaturerhöhung um 1 °C die Menge an Wasserdampf in der Atmosphäre um etwa 6.5% erhöht.

Was die Modelle allerdings nicht vorhersehen ist die Tatsache von erhöhten Niederschlägen, die mit einer gewissen Erhöhungsrate von Wasserdampf in einem Zusammenhang stehen:

Die Modelle sagen voraus, dass die weltweiten Niederschläge — die auf die entsprechende Menge von Wasserdampf abgestimmt wird — um lediglich 1-3% für jedes Grad künftiger globaler Erwärmung ansteigen wird.

Im Gegensatz dazu hat Frank Wentz und seine Kollegen von “Remote Sensing Systems” in Santa Rosa, Kalifornien, im “Science” die zwischen 1987 und 2006 durch amerikanische Wettersatelliten gesammelten und analysierten Daten veröffentlicht [Wentz F. J., Ricciardulli L., Hilburn K. & Mears C. Science, 10.1126/science.1140746 (2007)]:

…Die Menge Wasserdampf in der Atmosphäre, die Verdunstung und die Niederschläge haben allesamt um die gleiche Rate zugenommen, und zwar um etwa 1.3% pro Dekade —oder anders ausgedrückt um etwa 6.5% für jedes Grad der Erwärmung.

Daraus folgt, dass der kühlende Regen genau im selben Mass zunimmt wie der wärmende Wasserdampf, welcher von der Atmosphäre gehalten wird. Wo bleibt nun bloss der positive Wasserdampffeedback auf die erhöhte CO2-Konzentration? Dies ist eigentlich ein Thema für sich. Fakt ist dass zwar der bisher vermutete Mangel einer Steigerung der Niederschlagshäufigkeit und -intensität in einer wärmeren Welt zu Stress in der Biosphäre führen würde, welcher den anderseits positiven Effekt der CO2-Düngung wieder rückgängig machen könnte. Diese Befürchtung fällt nun dahin. Sie widerspricht auch dem was Ramakrishna R. Nemani et al. im 2004 entdeckten. Was jene Wissenschaftler überraschte ist nicht etwa die Erhöhung des NPP-Wachstums von 6.17% während 18 Jahren, oder die 0.2% pro 1-ppm CO2-Erhöhung, sondern die Tatsache von mehr Niederschlag, Wind und trotzdem mehr Sonneneinwirkung (weniger Wolken) welche zu einem erhöhten Pflanzenwachstum in tiefen Breitengraden, insbesonderre in der Amazonasregion, beigetragen haben. Übrigens hat keine der beiden Studien die Tatsache thematisiert, dass der Grund für die globale Erwärmung zumindest teilweise durch die verminderte Wolkenbedeckung zu erklären ist, und dadurch weniger durch den gestiegenen CO2-Anteil.

Zusammenfassend scheinen zwei der versteckten Tatsachen hinter der Berichterstattung über den Klimawandel zu sein, dass…

1) Satellitenbeobachtungen nahe legen, dass die Klimamodelle betreffend Niederschläge allgemein falsch liegenl und…
2) die ganze Biosphäre profitiert bisher von der globalen Erwärmung, was manchen Katastrophenszenarien – auch im IPCC-Bericht – widerspricht.

Posted on June 20th, 2008 by Climate Patrol  |  No Comments »